
AKTUELLES

Mit der beginnenden Gartensaison und dem vermehrten Einsatz von Mährobotern rückt auch der Schutz von Igeln und anderen Kleintieren wieder stärker in den Blick. Ich begrüße daher die Initiative des Landkreises Havelland, der dafür sensibilisieren möchte, bei der Gartenpflege auf Igel und andere Kleintiere mehr Rücksicht zu nehmen.
Mähroboter können insbesondere in den Abend- und Nachtstunden eine Gefahr für wildlebende Kleintiere darstellen. Viele Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv, bewegen sich langsam fort oder verharren bei Gefahr regungslos. Gerade im Frühjahr nach dem Winterschlaf und im Herbst, wenn Jungigel unterwegs sind, werden sie von den Geräten oft nicht rechtzeitig erkannt und können schwer verletzt oder getötet werden.
Der Landkreis Havelland regt daher an, Mähroboter nur tagsüber, etwa von einer halben Stunde nach Sonnenaufgang bis eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang, und nach Möglichkeit unter Aufsicht einzusetzen. Bei modernen Geräten können die Zeiten entsprechend programmiert werden. Auch empfiehlt sich ein Mäher mit einem sog. Fliehkraft-Messer. Die wenige Zentimeter langen Messer werden beim Mähen durch die Fliehkraft nach außen gedrückt und sensen das Gras ab. Treffen sie auf ein Hindernis, klappen sie weg. Auch Modelle mit KI gestützter Kameratechnik, die Kleintiere erkennen und umfahren können, sollten eingesetzt werden.
Vor dem Mähen empfiehlt sich zudem ein kurzer Blick in hohe Grasbereiche, unübersichtliche Ecken und Randstreifen. Auch eine naturnahe Gartengestaltung mit Rückzugsräumen, etwa durch Hecken, dichte Bodendecker, Laubhaufen, Totholzhaufen oder andere Unterschlupfmöglichkeiten, trägt zum Schutz der Tiere bei.
Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

Das Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V. wurde für die Jahre 2026 bis 2028 durch das bisherige Europa-Ministerium mit der Wahrnehmung der Aufgaben des Partnerschaftsbeauftragten des Landes Brandenburg für Polen betraut. Dazu wurde wiederum ein Beirat einberufen, dem ich weiterhin angehören werde.
Titelbild: „Familienfoto“ des Beirates des Partnerschaftsbeauftragten des Landes Brandenburg für Polen

Nachdem ich im Jahr 2024 eine Delegation großpolnischer Landwirte und Agrarpolitiker im Havelland empfangen durfte, konnte ich nun mit einer Delegation aus dem Havelland die Woiwodschaft Großpolen besuchen.
Inhaltlich ging es natürlich um die moderne Landwirtschaft und die Herausforderungen unserer Zeit sowie um die Zukunft der ländlichen Räume. Auf dem Programm standen der Besuch des Landwirtschaftlichen Beratungszentrums Wielkopolska (WODR) in Sielinko und der Austausch mit der Lokalen Arbeitsgruppe LGD KOLD (LEADER) einschließlich des Besuches mehrerer Kooperationsprojekte. Es folgte ein sehr gutes Gespräch mit Krzysztof Grabowski, Vizemarschall der Woiwodschaft Wielkopolska und Vertreterm des Marschallamtes über aktuelle polnische und europäische Themen. Abschließender Höhepunkt war die Teilnahme am 25. Finale des Wettbewerbs „Wielkopolski Rolnik Roku” (Landwirt des Jahres in Großpolen) mit über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf dem Messegelände in Poznan.
Wir danken den polnischen Gastgebern ganz herzlich für zwei hochinteressante und beeindruckende Tage und freuen uns schon heute auf ein Wiedersehen.

Heute durfte ich am Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen zur Eröffnung der Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung sprechen.
Gemeinsam mit zahlreichen Gästen – darunter Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie engagierte Akteurinnen und Akteure aus der politischen Bildungsarbeit – haben wir uns mit einem Thema beschäftigt, das uns alle angeht.
Rechtsextremismus beginnt oft im Kleinen – das zeigt auch ein Blick in unsere eigene Geschichte: Das frühe KZ in Börnicke bei Nauen machte schon 1933 sichtbar, wohin Gleichgültigkeit und Wegsehen führen können. Die Worte von Martin Niemöller bleiben deshalb aktuell: Wer nicht widerspricht, wenn Unrecht beginnt, macht es möglich.
Besonders stark: Schülerinnen und Schüler führen selbst als Guides durch die Inhalte. Sie haben sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und bringen es anderen auf Augenhöhe näher. Das ist gelebte Demokratie – und ein starkes Beispiel für Mut und Haltung.
Gerade in einer Zeit, in der unsere Gesellschaft vor großen Herausforderungen steht, brauchen wir genau das: Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich einbringen.
Vielen Dank an alle Beteiligten für die Organisation und das Engagement!
Das Titelbild zeigt Andrea Rauch (RAA), Katrin Wuschansky (FES), Johannes Funke, Benjamin Ganthus (LDVC)

Die Bundesländer müssen sich bei der Beschleunigung der Zulassung von neuen Pflanzenschutzmitteln stärker engagieren. Trotz erkennbarer Aktivitäten auf Bundesebene ist immer noch festzustellen, dass es mitunter vier Jahre dauern kann, bis ein neues Präparat auf den Markt kommt. Gesetzlich vorgegeben ist jedoch die Frist von einem Jahr.
Ein stärkeres Engagement der Bundesländer ist daher geboten. Als Beispiel habe ich auf die Zikade verwiesen, die inzwischen auch im Land Brandenburg angekommen ist. Ihre Ausbreitung verläuft rasant, die Schadwirkung in Landwirtschaft und Gartenbau kann verheerend sein. Das Beispiel zeigt einmal mehr, wie dringend erforderlich eine schnelle Anpassungsfähigkeit von Pflanzenschutzmitteln in Zeiten des Klimawandels ist.
Deswegen habe ich im Landtag herausgestellt, dass es im Interesse aller ist, die Menge ausgebrachter Pflanzenschutzmittel zu reduzieren. Dafür brauchen wir noch bessere Mittel, die wir noch zielgenauer einsetzen können. Mit Verboten kommen wir hier nicht weiter. Ein entsprechender Antrag, der das Landwirtschaftsministerium auffordert, sich im Rahmen der Agrarministerkonferenz u. a. für die Erarbeitung einer gemeinsamen Länderposition einzusetzen, wurde mit breiter Zustimmung im Plenum verabschiedet.

„Mehr polnische Sprache täte uns gut“ war nur eine von vielen Aussagen, die Knut Abraham, Polenbeauftragter der Bundesregierung, im Europaausschuss des Landtages und Bundestagsabgeordneter traf. Abraham ging in seinen Ausführungen detailliert auf die deutsch-polnischen Beziehungen ein. Im Mittelpunkt stand das Bekenntnis der Bundesregierung zum freien Reiseverkehr innerhalb des Schengenraums bei gleichzeitiger Sicherung der EU-Außengrenzen. Weiter sprach er zum Ausbau des Schienenverkehrs zwischen Brandenburg und Polen und hob dessen europäische Bedeutung hervor.
Abraham mahnte an, sich deutlich mehr mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Polen auseinandersetzen. Er verwies darauf, dass die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes schon in wenigen Jahren höher sein wird, als in bisher führenden Industrienationen Europas.
Nicht zuletzt ging Abraham auf die Bedeutung des – bisher nur temporären – Gedenkortes für die polnischen Opfer der Zeit von 1939 bis 1945 in Berlin ein. Das Denkmal erinnert an das millionenfache Leid der Polen und der polnischen Bürger, die zwischen 1939 und 1945 Opfer des deutschen Angriffskrieges und der deutschen Besatzungsherrschaft wurden.
Foto: Julian Brüning MdL, Johannes Funke MdL, Knut Abraham Polenbeauftragter der Bundesregierung und MdB, Melanie Balzer MdL, Udo Wernitz MdL, Europaminister Robert Crumbach








