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Bundeskanzler Olaf Scholz besuchte heute im Rahmen seiner Sommertour die Gemeinde Brieselang. Im Fokus standen der Fußballverein SV Grün-Weiss Brieselang e.V. und die Freiwillige Feuerwehr Brieselang. Die zentrale Botschaft des Besuches war die Anerkennung und Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit, speziell im ländlichen Raum, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt in einmaliger Weise fördert. Dies gilt auch für die Kirchenvereine, die Chöre, Sportvereine und alle anderen ehrenamtliche Vereine.
Die über 110 aktiven Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr konnten bei dieser Gelegenheit ihr beeindruckendes Engagement präsentieren. Zusammen leisteten sie mehr als 6.000 Stunden Arbeit im aktiven Einsatz für die Sicherheit in ihrer Kommune. Damit führen sie eine Brieselanger Institution weiter, die seit über hundert Jahren existiert. Auch der SV Grün-Weiss Brieselang e.V. konnte sich mit seinen 550 Mitgliedern vorstellen. Der Verein berichtete von dem Andrang auf ihre Kinder- und Jugendmannschaften und von dem Erfolg ihrer Frauenmannschaft, welche sich nach dem Sieg des Landespokals für den DFB-Pokal qualifizieren konnte. Leider schied die Mannschaft am vergangenen Sonntag nach einem knappen Spiel aus. Dass der SV Grün-Weiss Brieselang e.V. keine Probleme hat bei der Rekrutierung von Nachwuchsspieler, spricht für das Engagement der ehrenamtlichen Trainer und des Vereinsvorstands.
Klar wurde dabei aber auch, dass Beruf und Ehrenamt besser miteinander vereinbar sein müssen. Um dies zu erreichen, wurden verschiedene Ideen besprochen, wie z. B. Modelle für eine bessere Freistellungsregelung für ehrenamtliche Zwecke. Auch der gesellschaftliche Trend in Richtung projektbasiertes Engagement, im Gegensatz zur traditionellen lebenslangen Bindung an einen Verein muss in neuen Modellen für das Ehrenamt berücksichtigt werden. Auch die anfallende Bürokratie wurde als Hemmschuh für das Ehrenamt thematisiert.
Organisiert hat den Termin die Bundestagsabgeordnete Ariane Fäscher, MdB. Frank Ziolko, unser SPD-Bürgermeisterkandidat für die kommende Wahl in Brieselang am 10.09.2023, nahm ebenfalls an dem Termin teil.

Die Bundesmittel aus dem „Investitionsprogramm Landwirtschaft“, auch als „Bauernmilliarde“ bezeichnet, kommen anteilig im Land Brandenburg an.
Laut Mitteilung des Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung wurden in den Jahren 2021 und 2022 bundesweit fast 370 Mio. Euro Mittel als Zuschüsse über die Landwirtschaftliche Rentenbank ausgereicht. Davon gingen 9,5 Mio. Euro in das Land Brandenburg. Da die Förderhöhe des Programms 40 Prozent beträgt, ist für die beiden Jahre 2021 und 2022 von Gesamtinvestitionen von fast 24 Mio. Euro innerhalb des Bundeslandes Brandenburg auszugehen. Dabei ist eine übergroße Mehrheit der Förderanträge auf Dünge- und Pflanzenschutzgeräte ausgerichtet – gemessen an der Agrarfläche des Landes Brandenburg hätte es natürlich gern mehr sein können. Besorgniserregend ist allerdings das geringe Investitionsaufkommen im Zusammenhang mit der Tierhaltung.
Um die Verschärfungen von umweltrelevanten Auflagen für die Landwirtschaft abzufedern, ist 2020 seitens der Bundesregierung beschlossen worden, bundesweit insgesamt 1 Mrd. Euro für die Jahre 2021 bis 2024 zur Verfügung zu stellen. Förderfähig sind zum Beispiel neueste Geräte zur Dünge- und Pflanzenschutzmittelausbringung sowie mechanische Bodenbearbeitungsgeräte zur Unkrautbekämpfung. Hinzu kommen bauliche Kapazitätserweiterungen für die Wirtschaftsdüngerlagerung und Anlagen zur Gülleseparierung. Die Abwicklung der Förderung wird über die Landwirtschaftliche Rentenbank umgesetzt.
Foto: Mit Peter Kaim vom Havellandhof Ribbeck mit dem neuen, über die „Bauernmilliarde“ finanzierten Bodenbearbeitungsgerät „XTill“