NEIN zu Gewalt an Frauen

Im Innenhof des Landtages in Potsdam wurde heute im Vorfeld des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen die UN-Women-Flagge gehisst. Unter dem Motto „NEIN zu Gewalt an Frauen“ versammelten sich auch die Abgeordneten des Havellandes. Deutlich wurde herausgestellt, dass jede dritte Frau mindestens einmal im Leben körperliche oder auch sexuelle Gewalt erfährt. Gemeinsam mit Katja Poschmann (SPD) und Petra Budke (B90/Grüne) möchte ich betonen, dass es äußerst wichtig ist, auch im Landtag eine klare Position zu beziehen.

Katja Poschmann sagt: „Der heutige Aktionstag bietet Anlass, über die Gewalt an Frauen und Mädchen und ihre vielen Gesichter aufzuklären. Insbesondere junge Frauen dafür zu sensibilisieren, ist extrem wichtig. Im Havelland leistet der Unabhängige Frauenverein und das Frauenhaus Rathenow mit großer Aufopferung und großem Engagement einen starken Beitrag zum Schutz von Frauen, die bereits Gewalt erfahren haben.“

„Es ist eine gute Nachricht, dass das Frauenhaus in Rathenow über 2,3 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln erhält. Damit sollen auf einem städtischen Grundstück in einem denkmalgeschützten Altbau 14 barrierefreie Familienzimmer und Gemeinschaftsräume entstehen. Seit über 30 Jahren bietet das Frauenhaus in Rathenow unter Leitung von Catrin Seeger Frauen und Kindern Zuflucht und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt.“, erklärt Petra Budke.

Seitdem ich Polizistinnen und Polizisten bei ihrer Arbeit im Havelland begleiten durfte, weiß ich, dass häusliche Gewalt gegen Frauen enorm viele Kapazitäten der polizeilichen Arbeit bindet. Mitten unter uns! Das ist eine erschütternde Wahrheit, für die wir das Bewusstsein deutlich schärfen müssen.

Hintergrund: 1999 haben die Vereinten Nationen den 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen erklärt. Auslöser war der Fall der drei Schwestern Mirabal, die 1960 in der Dominikanischen Republik wegen ihres Widerstandes gegen die Diktatur vom Militär verschleppt und ermordet wurden.